Fachbegriffe in der Flechterei

Eingetragen bei: Flechtwerk | 3

Hallo ihr Lieben,

bevor es so richtig mit den Flecht – Anleitungen los geht, wollte ich noch die wichtigsten Fachbegriffe erklären, die ich dann auch in den Anleitungen immer wieder anwenden werde und das ich sie nicht ständig erklären muss mache ich das einmal hier 🙂

Das Körbe flechten nennt man auch „geschlagene Arbeit“, da das Geflecht mit dem Schlageisen abgeklopft wird.

Angefangen am Boden, das gilt für alle Böden, also rund, oval und eckig.

 

Bodenlagen

Bodenlagen:
Die Bodenlagen sind die stärkeren Weidenstöcke die umflochten werden, daraus entsteht dann der Boden des Korbes. Dazu nimmt man die dicken Stammenden einer Weidenrute.

 

BodenkreuzOvaler Bodenrunder Boden

Bodenkreuz:

Aus den Bodenlagen wird das Bodenkreuz gemacht. Das Bodenkreuz wird mit einer Fitze umflochten. So lange bis man die gewünschte Größe des Bodens erreicht hat.

 

Fitze

Fitze:

Die Fitze gehört zu den gewundenen Geflechten, wie zum Beispiel die Kimme. Die Weiden werden abwechselnd, verdreht eingeflochten. Um das genauer zu erklären und um es besser verstehen zu können, werde ich dazu noch ein Video machen. Denn am Anfang ist das gar nicht so leicht, da passiert es oft, dass man aus versehen ein Zäunergeflecht macht, statt zu fitzen.

 

Staken

Staken:
Staken (grüner Pfeil) sind die senkrechten Weiden die in den Boden eingesteckt und umflochten werden. Zum Schluss bilden sie das Randgeflecht da gibt es verschiedende Variationen wie zum Beispiel der Zuschlag, der Zopfrand, der Einschlag, der Kipprand und viele mehr.

 

Kimme

Kimme:
Die Kimme gehört, wie die Fitze, zu den gewundenen Geflechten. Es gibt verschiedene, sie wird in der Geschlagenen Arbeit aus 6 oder mehr Weiden geflochten. Man macht sie am Anfang, als Rumpfkimme, man kann sie zwischendurch machen, als Zwischenkimme, man macht sie zum Schluss, als Abschlusskimme, man kann sie als Griff machen, als Grifflochkimme…
Sie dient zur Stabilisierung der Staken. Mit der Kimme kann man die Staken in die gewünschte Position und Abständen bringen, sie hält die Staken dann fest.

 

Zuschlag

Zuschlag:

Der Zuschlag ist die Randbildung eines Korbes. Es gibt verschiedene Randbildungen, doch der Zuschlag ist der am häufigsten Verwendete.

Zopfrand

Andere Abschlüsse: Zopfrand, Einschlag, Kipprand, Rabatte (für Truhen)

 

So fürs erste wars das, es gibt natürlich noch mehr Fachbegriffe, es macht aber keinen Sinn die jetzt hier mit zu erklären, da würden die Zusammenhänge fehlen. Ich hab hier nur die wichtigsten für den Anfang erklärt.
Dann kann es ja bald mit der ersten Anleitung los gehen richtigen Korb Anleitung losgehen. Als erstes zeige ich euch, wie man ein kleines Brotkörbchen herstellt.

Habt ihr Fragen, oder Anleitungswünsche? Dann hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail, dazu könnt ihr einfach das Kontaktformular verwenden.

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Hi, ich bin Alina. Ich habe 2014 die Ausbildung zur Flechtwerkgestalterin abgeschlossen und möchte nun mein Wissen und das wundervolle, eines der ältesten, Handwerke in die Welt hinaus tragen.
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Bei Fragen kannst du mir sehr gerne schreiben.

3 Responses

  1. Kräuterschnecke - Die Flechterin

    […] werden in Schneckenform in den Boden geschlagen und anschließend mir kräftigen Weiden mit einer Fitze umflochten. Ich stecke immer wieder neue Weiden dazu und verdrehe sie etwas miteinander während dem […]

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